EurActiv - Letters to the Editor

Sir,

Zum Artikel ‘Europaabgeordnete stimmen für Begrenzung Industriebedingter Verschmutzung‘:

Ich bin sehr erfreut über die aktuelle Entwicklung und das persönliche Engagement von Herrn MdEP Krahmer (ALDE, Deutschland), Herrn MdEP Wijkman (EVP-ED, Schweden) und Herrn MdEP Turmes (Grüne, Luxemburg).

Leider sind die Beschlüsse und das Papier auf dem diese stehen, die eine Seite. Die andere und viel wichtigere Seite ist die Umsetzung von EU-Beschlüssen in nationales Recht, die bereits 1996 für neue Anlagen verbindlich waren.

Ich höre keinen Aufschrei der Umweltaktivisten, dass das nur sehr inkonsequent erfolgte und erfolgt. Ich kenne nur sehr wenige, die zur Kenntnis genommen haben, das die EU IVU-Richtlinie ab Oktober 2007 auch für Altanlagen verbindlich anzuwenden ist.

Siehe dazu ‘Verwertung der Abfallwärme ‘kein technisches Problem‘.

Ich meine, es muss noch sehr viel getan werden, dass die stoffliche und die energetische Umweltverschmutzung im möglichen, im wirtschaftlich hinnehmbaren und im notwendigen Maße unterbunden wird.

Es ist dringend erforderlich, dass die Umweltverschmutzer für Umweltverschmutzungen tatsächlich wirtschaftlich zur Rechenschaft gezogen werden und dass für die Schweinereien nicht der Bürger zur Kasse genommen wird, sondern der Verschmutzer.

Ich schlage vor, dass die Industrie und das Gewerbe gesetzlich verpflichtet werden, in einen europäischen Fonds einzuzahlen, der ausschließlich dazu benutzt wird, die Verschmutzungen zu beseitigen, die bankrotte Verschmutzer hinterlassen haben.

Es kann nicht sein, dass der Bürger für das Produkt bezahlt und dann noch für die Beseitigung der Schweinereien aufkommen muss, welche diejenigen angerichtet haben, die für das Produkt bereits bezahlt wurden.

Umwelt-Technik-Marketing

Senior Consulting Engineer

Brake (Unterweser), Germany

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